Schule im Lernatelier - neues Unterrichtskonzept ab Klasse 5

Seit diesem Schuljahr  arbeitet die Vigeliusschule II in der Jahrgangsstufe 5 mit einem neuen Unterrichtskonzept. Um der Unterschiedlichkeit der Kinder besser gerecht zu werden, findet individuelle Förderung in den Fächern Deutsch und Mathematik im sogenannten Lernatelier statt. In diesem neuen Schulraum gelten eigene Regeln und eine ganz besondere Arbeitsweise.

Das Lernatelier selbst unterscheidet sich deutlich von einem Klassenzimmer. Jedes Kind hat einen eigenen Einzelarbeitsplatz mit kleinem Regal. Eine Tafel fehlt, stattdessen hängen große Farbbilder an den Wänden und große Pflanzen tragen zur angenehmen und freundlichen Atmosphäre bei. Die Kinder gehen sehr gerne in das Lernatelier, indem nur geflüstert werden darf und man sich mit Hilfe eines Namenzeigers Hilfe vom Lehrer holen kann.

Es findet kein klassischer Schulunterricht statt sondern eigenständiges Arbeiten an zwei Stunden am Vormittag. Ausgehend von Kompetenzrastern, die beschreiben „was man können könnte“, arbeiten die Kinder entsprechend ihres Leistungsstandes und ihrer Arbeitsgeschwindigkeit in unterschiedlichen Niveaustufen. Gemeinsam mit den Lehrern werden die Ziele, die erreichbar sind, (Niveaustufen) besprochen und formuliert. Jede Niveaustufe ist mit Aufgaben, sogenannten Lernjobs hinterlegt, die, will man die nächste Niveaustufe erreichen, bewältigt werden müssen. Die so genannten Lernjobs werden von den Lehrern vorbereitet. Lernjobs können Arbeitsblätter, bestimmte Stellen im Buch, aber auch praktische Materialien sein. Die Bandbreite ist sehr vielfältig.


Ein sogenannter Lernnachweis steht am Ende einer Niveaustufe und markiert den Übergang in die nächste Stufe. Wann und in welcher Form ein Schüler diesen Lernnachweis erbringen möchte, entscheidet er innerhalb verschiedener Möglichkeiten selbst. Lernen wird so (von den Schülern) individuell geplant und gestaltet sich von Kind zu Kind vollkommen unterschiedlich. Jeder arbeitet nach seinem eigenen Lerntempo.